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Deutsch-Walisische Ver-Ifiktion

Ver-Ifiktionales Vorwort

Theorie der Ver-Ifiktion in 5 Akten

Deutsch Versuchen I

Walisisch Versuchen I

Im Deutschen Pflügen

Im Walisischen Pflügen

Im Sumerischen pfündig werden

Verifiktion – Weit weg vom Anfang, der seinen Grund in der Zukunft sah, die aber nicht unsere Gegenwart sein kann. Müssen wir erneut aufbrechen?

 

Wir haben gemeinsam so viel erlebt und überbieten uns an Erfahrungen noch heute. Die Sprache hinkt mittlerweile hinterher, wir haben sie zu überholen versucht und es ist uns gelungent. Die Vorsilben erscheinen immer öfter nachrangig, ihr Atem sitzt uns zunehmend im Nacken. Doch ihr Rückenwind beschleunigt uns kaum noch, und wir zentrifugieren bereits so rasch, dass wir alles schon wieder unter Kontrolle haben. 

Unser Denken findet vermehrt woanders statt und schafft es kaum noch seiner Herkunft zu gedenken, der Ruf ist etabliert und so schreien wir zwar auf vollbetippte Seiten, die gähnen uns aber ins Leere zurück. Wir haben allerhand erzählt und uns kräftig verrechnet, Milchtüten voller Elefantenglück. Zuletzt trafen wir unser Wappentier, zum ersten Mal in dem Land des roten Drachens: Der Igel war so verschreckt, seinen Jüngern ins menschliche Gesicht blicken zu müssen, dass er so erstarrte, dass er nur noch Blick war, Anblick gar – von Dür‘schem Format. Der Igel im Schrecken vor dem Zerrspiegel seines eigenen Witzes verwandelte sich, um zu sich selbst zurückzukehren. 

Wir lesen das als Zeichen eines Abschlusses im Kafka’schen Sinne: Verwandlung als Befreiung. Die Verifiktionen und Ver-Ifiktionen wollen weder fliegender Holländer noch Hase noch Igel sein. Bug wollen wir sein und doch eher Glitsch. Glitsch im Format und Bug im Ausmaß – so wären wir Fluxus, dem wir ungläubig und der Sprache weiterhin zweifelnd vertrauend von der Galerie ins Gesicht blicken wollen. 

Kommen Sie mit, die Manege ist frei und das Ticket erhalten Sie in Bälde hier.
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